Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 9

Aber dennoch hatte Johannes Wohler die Wehr zu einer leistungsgerechten Gruppe formen können und nach Außen, der Landkirchener Wehr Achtung und Vertrauen verschafft. Auch der Amtswehrführer Rahmberg fügte hinzu „Er bezeichnete die Wehr als allzeit schlagkräftig. Daran hätte der scheidende Wehrchef wesentlichen Anteil; Johannes Wohler habe sich in seiner bescheidenden Art nie in den Vordergrund gedrängt, dabei aber hervorragende Arbeit geleistet.“

Auf Vorschlag des neuen Wehrführers wählte man Johannes Wohler zum „Ehrenwehrführer“. Hinrich Maas aus Landkirchen wurde einstimmig zum stellvertretenden Wehrführer ernannt. Die weiteren Wahlen ergaben, daß Willi Raabe neuer Sicherheitsbeauftragter, Heinz Severin neuer Führer der Reserve- und Ehrenabteilung und Karl-Heinz Junge durch Wiederwahl Gerätewart wurden.

Bei ihren sieben Einsätzen im Jahre 1988 blieben die Kameraden der Wehr von größeren Feuersbrünsten verschont. Das Feuer in einer Räucherei konnte durch schnelles Eingreifen kurzfristig gelöscht werden. Bei den Wahlen am 21. Januar 1989 ernannte man Walter Jäger als Nachfolger für Heinz Schulz zum Kassenwart. Schulz wurde in die Ehrenabteilung versetzt. Zum Gruppenführer wurde Arno Langbehn und zum Funkwart Gerd Jacobsen wiedergewählt. Um die Verbundenheit der fördernden Mitglieder (127) mit der Wehr zu verstärken, fand ein sogenanntes Passivenfest am 06. Juni 1989 in der Halle von Carl Becker in Mummendorf statt. Dieses Fest ist allen in guter Erinnerung geblieben.

Im Jahre 1989 hatte die Wehr wieder volles Programm. Sie mußte zehnmal ausrücken. Bei einem Küchenbrand auf Neuhof konnte wieder durch Schnelligkeit Schlimmeres vermieden werden. Dagegen gab es beim Scheunenbrand im Sommer bei Fränk Rickert in Hinrichsdorf nicht mehr viel zu retten. Lediglich ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden. Die Feuerwehren auf Fehmarn beschäftigten sich schon seit einigen Jahren mit dem Problem der Flächenbrände. Da die Bauern für das abgedroschene Stroh keine Verwendung hatten, wurden die Felder abgebrannt. Dieses Abbrennen geschah teilweise unkontrolliert und leichtsinnig, so daß die Wehren immer wieder eingreifen mußten. Manchmal rückte unsere Wehr zweimal am Tag aus, um einen Flächenbrand zu löschen.
Deswegen war es verständlich, daß sich einige Kameraden in ihrer Freiwilligkeit überbeansprucht fühlten.

Auf der Jahreshauptversammlung am 20. Januar 1990 wurde Karl Wieske einstimmig als Schriftführer für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Im Jahr 1990 hatte auch ein Wechsel in der Gemeindewehrführung stattgefunden. Der bisherige Gemeindewehrführer Jürgen Ewald Wilken aus Vadersdorf legte nach Erreichen der Altersgrenze sein Amt nieder. Er wurde zum Gemeindeehrenwehrführer ernannt. Neuer Gemeindewehrführer wurden Gerhard Kay aus Bisdorf. Am 23. Juni 1990 mußte wieder ein Scheunenbrand bei Schmidt in Blieschendorf bekämpft werden.
Am 15. August 1990 rückte die Wehr zu einem Zimmerbrand nach Neujellingsdorf aus. Hier konnte durch Einsatz des Atemschutztrupps mit Trockenlöschgeräten das Feuer schnell gelöscht werden.

Auf einer Dienstversammlung am 23. Februar 1991 hatte der Wehrführer Kirchner auf der Tagesordnung Punkt 5 stehen: Aufnahmen. Hier handelte es sich um die Aufnahme von Frauen als aktive Mitglieder. Er teilte der Versammlung mit, daß sich vier Frauen bereit erklärt hatten, in den aktiven Dienst der Wehr einzutreten. Daraufhin folgte eine rege Diskussion. Die Männer der Ehrenabteilung waren sehr skeptisch; unter dem Motto „... wenn dat man got geit“. Aber die anschließende Abstimmung ergab einstimmig, die Frauen Monika Brott, Helga Hinz, Regina Bügge-Mau und Gaby Theede-Dederichs aufzunehmen.

Sankt Florian

Foto von links: Regina Bügge-Mau, Monika Brott, Georg Kirchner, Gaby Theede-Dederichs und Helga Hinz


Fehmarn Skyline
Mit freundlicher Unterstützung vom Reisecenter Fehmarn & Fehmarn Ferienwohnungen
Sicherheitscode