Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 8

TLF 8/18

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Am 04. Januar 1980 rief man die Wehr wieder zum Einsatz. Das Wohnhaus der Familie Riechey auf dem Campingplatz in Wulfen brannte. Durch den Schnellangriff aus dem Tanklöschfahrzeug konnte schnell mit den Löscharbeiten begonnen und volle Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich geborgen werden. Leider brannte das Dachgeschoß aus. Das Erdgeschoß konnte man zwar retten, aber die Wasserschäden waren enorm groß. Bei den Wahlen am 26. Januar 1980 wurde Johannes Wohler durch Wiederwahl zum Wehrführer ernannt. Auf Amtsebene hatte auch ein Wechsel stattgefunden. Johannes Störtenbecker aus Gollendorf war neuer Amtswehrführer geworden.

Ein weiterer Scheunenbrand bei Scheel in Vadersdorf am 23. Juli 1980 stellte hohe Anforderung an die Landkirchener Wehr. Die Scheune konnte nicht gerettet werden. Zum Glück waren keine Tiere umgekommen. Am 03. und 13. August stand durch sintflutartigen Regenfall die Ringstraße in Landkirchen ca. 30 cm unter Wasser. Alle Keller, die teilweise zu Ferienwohnungen hergerichtet worden waren, standen meterhoch unter Wasser. Die vier Gemeindewehren waren stundenlang damit beschäftigt, das Wasser abzupumpen. Die Wehr konnte im Sommer ihre Einsatzfähigkeit auch durch die Erringung des Jahresleistungsschildes mit gutem Erfolg beweisen. Bei der Jahreshauptversammlung am 14. Februar 1981 gab Karl Wieske sein Amt als Atemschutzwart ab. Werner Maas wurde daraufhin zu seinem Nachfolger gewählt.

Bei einem Zimmerbrand bei Frau Kühn in der Meisterstraße hatte sich die Wichtigkeit des Atemschutztrupps bewährt. Das Feuer konnte kurzfristig gelöscht werden. Weitere technische Verbesserungen waren in den letzten Jahren der Wehr zugute gekommen. So zum Beispiel die kleinen 2-Meter-Band Handfunksprechgeräte, die im wesentlichen zur besseren Verständigung und Befehlsausgabe im Einsatz beitragen. Im Sommer 1982 trat der stellvertretende Wehrführer Hans Hinz aus der Wehr aus. In der Austrittserklärung gab er persönliche und geschäftliche Gründe an. Die nun folgende Vorwahl am 29. Oktober 1982 ergab, daß zur nächsten Dienstversammlung Hinrich Maas und Georg Kirchner zur geheimen Wahl standen.Durch den tragischen Tod (Verkehrsunfall) von Erwin Fuchs mußte ein neuer Funkwart gewählt werden. Der Kamerad Gert Jacobsen erhielt das Vertrauen zum neuen Funkwart.

Bei dieser Dienstversammlung am 19. November 1982 wurde in geheimer Wahl der Maurermeister Georg Kirchner aus Landkirchen zum neuen stellvertretenden Wehrführer ernannt. Ein Garagenanbau am Gerätehaus war erforderlich geworden, um das Mannschaftsfahrzeug mit der TS ordnungsgemäß unterzubringen. Dieser Anbau wurde im Sommer 1982 überwiegend durch Eigenarbeit der Kameraden erstellt. Auch im Jahr 1982 war der „Rote Hahn“ tätig und so mußte die Wehr am 05. Januar zum Scheunenbrand von Ludwig Ehler nach Wulfen. Mehrere Wehren waren im Einsatz. Hier machte sich die schlechte Wasserversorgung bemerkbar, denn in Wulfen gab es keine Hydranten. Es mußten alle technischen Möglichkeiten angewandt werden, wie zum Beispiel Zwischenschaltungen mit der TS aufgrund von langen Wasserversorgungswegen.

Danach folgte noch ein weiterer Scheunenbrand bei Beutel in Bisdorf am 23. Juli 1982.Hier fielen leider mehrere Schweine dem Feuer zum Opfer. An dieser Stelle ist zu bemerken, daß die Feuerwehren in den vergangenen Jahren noch zusätzlich zu kleinen Flächenbränden zur Erntezeit und Hilfeleistungen ausrücken mußten. Die Landkirchener Wehr zum Beispiel lt. Jahresberichte des Wehrführers 8 bis 10 mal im Jahr. So gab der Wehrführer auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1984, im Rückblick 1983 des Jahresberichtes bekannt, daß die Landkirchener Wehr 14 x ausrücken mußte; wovon allerdings 3 böswillige Fehlalarme gewesen waren. Die weiteren Einsätze waren das Großfeuer in Mittelhof mit dem Scheunenbrand bei Höper. Hier hatte sich Bauer Höper persönlich für den schnellen Einsatz der Wehr beim Wehrführer bedankt.

Die anderen Einsätze waren der Atemschutzeinsatz bei einem Wohnhausbrand in Burg, 1 Treckerbrand, 1 Mähdrescherbrand, 1 Getreidefeldbrand, 1 Knickbrand, 1 Atemschutztrupp-Einsatz bei einem Zimmerbrand bei Speidel in Landkirchen.

Bei den Wahlen der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1984 wurde Karl Wieske als Schriftführer wiedergewählt und Hinrich Maas als neuer Gruppenführer sowie Willi Neitzel in seinem Amt als Führer der Reserve- und Ehrenabteilung bestätigt. Am 06. Juni 1984 waren alle Kameraden mal wieder stark beansprucht. Und zwar ging es um die Erringung des Ehrenbeils in Bronze. Den Kameraden wurde dazu vom Prüfungsausschuß mitgeteilt, daß die Beurteilung überdurchschnittlich gut war. Am 05. Oktober 1984 ging es wieder einmal zum „Feuer“. Das einzelne Wohnhaus zwischen Landkirchen und Teschendorf brannte in voller Ausdehnung. Der Dachstuhl und die Innenräume im Erdgeschoß brannten völlig aus. Die Außenmauern konnten jedoch gerettet werden. Spätere Ermittlungen der Polizei ergaben, daß hier Brandstiftung vorgelegen hat. Wie sich dann herausstellte, war der Brandstifter selbst ein Feuerwehrkamerad, der auch die vorgenannten Fehlalarme ausgelöst hatte.

Da Johannes Störtenbecker inzwischen Kreiswehrführer geworden war, wurde Klaus Rahmberg aus Sahrensdorf neuer Amtswehrführer. Im Jahre 1985 verhinderte man bei einem Backstubenbrand der Bäckerei Kasten in Landkirchen durch sehr schnelles Eingreifen der Wehr Schlimmeres. Wegen Überhitzung war ein großer Fettbehälter in Brand geraten, wodurch auch die PVC-Deckenverkleidung Feuer gefangen hatte. Durch Trockenlöschmittel und einer Feuerschutzdecke konnte das Feuer eingedämmt werden. Durch den freiwilligen Einsatz einiger Kameraden wurde im Gerätehaus ein kleiner Aufenthaltsraum eingerichtet und die Gemeinde installierte einen Abwaschraum mit WC.

Sankt Florian

Georg Kirchner

Bei der geheimen Wahl am 22. Februar 1986 bestätigte man einstimmig Johannes Wohler in seinem Amt als Wehrführer. Er kann dieses Amt aber laut Satzung nur noch 2 Jahre bekleiden und scheidet dann wegen Erreichen der Altersgrenze automatisch aus. Das Jahr 1986 war verhältnismäßig ruhig. 4 kleine Flächenbrände und 8 Hilfeleistungen wurden verzeichnet. Arno Langbehn wurde am 17. Januar 1987 zum neuen Gruppenführer gewählt. Am gleichen Tag übergab der Vorsitzende des Siedlerbundes Helmut Wieske einen Scheck imWerte von 300,- DM für die Kameradschaftskasse als Zeichen der Dankbarkeit für den Einsatz beim Regen-Hochwasser in der Ringstraße.

Dann am 12. Dezember 1987 wurde wieder ein Wechsel in der Wehrführung vollzogen. Da Johannes Wohler wie vorher schon berichtet aus Altersgründen von der Wehrführung zurücktreten mußte, wurde Georg Kirchner zu seinem Nachfolger gewählt.
Johannes Wohler hatte bei seiner ruhigen Art die Wehr auf Jahre geführt. Viele technische Verbesserungen sind im Laufe der Dienstjahre von Wohler auf die Wehr übertragen worden.


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