Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 7

Bei dieser Versammlung wurden Karl Wieske zum Schriftführer, Willi Neitzel zum Führer der Reserve- und Ehrenabteilung sowie Hinrich Maas und Harald Klüver zum Gruppenführer gewählt. Im Bericht des Wehrführers wurden die Einsätze am 04. Juni 1977 beim Strohdiemenbrand Carl Becker in Mummendorf, am 08. Juni der Scheunenbrand bei Lafrentz in Bisdorf, bei dem durch schnelles Eingreifen das Feuer in kurzer Zeit gelöscht werden konnte und am 01. August der Mähdrescherbrand bei H. Kleingarn genannt.

Ein schwerer Schlag traf die Wehr im Februar 1978. In diesem Monat starb der Oberlöschmeister und stellvertretende Wehrführer Helmut Schulz. Als sein Nachfolger wählte man auf der Dienstversammlung am 18. Mai 1978 in geheimer Wahl Hans Hinz. Dann im Winter 1978/79 rief man die Wehr noch einmal zur Hilfe. Die größte Schneekatastrophe des Jahrhunderts stellte an die Kameraden höchste Ansprüche an Kraft, Einsatz und Bereitschaft. Die Feuerwehren Fehmarns waren für die Bevölkerung und des Katastrophen-Einsatzstabes die Leitzentralen. Durch den Funkverkehr der Feuerwehren konnten vielen Einwohnerinnen und Einwohnern geholfen werden. Auch die Arbeitskraft der Kameraden, z.B. durch Freischaufeln von eingeschneiten Häusern wurde dankbar von der Bevölkerung honoriert.

Auf der Jahreshauptversammlung am 02. März 1979 nahm man einige personelle Veränderungen vor. So bat Karl-Heinz Hahn darum, sein Amt als Funkwart an einen jüngeren Kameraden zu übertragen. Daraufhin wurde Erwin Fuchs zum neuen Funkwart gewählt. Wehrführer Johannes Wohler teilte der Versammlung mit, daß die Gemeindevertretung beschlossen habe, die Landkirchener Wehr mit einem neuen Tanklöschfahrzeug auszurüsten. Dieses Fahrzeug sei unter anderem mit 4 Atemschutzgeräten ausgestattet. Daher mußte ein Atemschutztrupp eingerichtet werden. 8 Kameraden hatten auch schon ärztliche Tauglichkeitsuntersuchungen hinter sich gebracht. Im Zeitalter, in dem PVC und andere Kunststoffen ihre Verwendung gefunden haben, war eine optimale Brandbekämpfung ohne Atemschutzmaske nicht mehr möglich. Karl Wieske wurde daraufhin zum Gerätewart für die Atemschutzgeräte gewählt.

Sorgen bereitete alle dahingehend, daß das Durchschnittsalter der Wehr bei 44 Jahren lag. Der Wehrführer appelierte an alle, man möge sich bemühen die Jugend anzusprechen, der Wehr beizutreten. Am 13. Juli 1979 war es soweit. Das neue Tanklöschfahrzeug TLF 8/18 wurde in feierlichem Rahmen von Bürgermeister Otto Glatz an die Wehr Landkirchen übergeben. Schweren Herzens trennte man sich von der LF 8 mit Vorbaupumpe. Dieses Fahrzeug übernahm die Freiw. Feuerwehr Vadersdorf / Gammendorf. Weil aus Sicht der Wehr jetzt keine Personenbeförderung möglich war, wurde in einer Tauschaktion mit einigen Amtswehren für die Landkirchener Wehr ein Mannschaftswagen bereitgestellt. Am Tag der Übergabe hatte das Tanklöschfahrzeug bereits seinen ersten bewerten Einsatz in der Neuen Straße in Landkirchen. Durch die Schnellangriffsleitung konnte der Stubenbrand im Dachgeschoß schnell gelöscht werden.

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