Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 6

Karl Maass

Der LF8 mit Vorbaupumpe


Selbst in der Silvesternacht 1969/70 brannte in Mummendorf eine Scheune von Carl Becker. Temperaturen von Minus 10 Grad erschwerten teilweise die Löscharbeiten. Die Scheune brannte nieder, aber das Wohnhaus konnte gerettet werden.

Ein Meilenstein in der Geschichte des Feuerwehrwesens wurde am 25. Januar 1971 gelegt. Durch die Ämterzusammenlegung auf Fehmarn wurde Hans Treimer aus Niendorf zum 1. Amtswehrführer des Amtes Fehmarn gewählt. Hans Weiland aus Dänschendorf und Georg Wiepert aus Bisdorf wurden seine Stellvertreter. Bei den vorher stattfindenden Wahlen auf Kreisebene war Kurt Eimecke aus Lensahn Kreiswehrführer des neuen Kreises Ostholstein (ehem. Kreis Oldenburg / Kreis Eutin) geworden. Auf der Dienstversammlung am 02. Mai 1973 wurden Karl-Heinz Hahn und Helmut Schulz durch Wiederwahl Gruppenführer.

Im Zeitalter des technischen Fortschritts war es unumgänglich, daß auch dieses nicht an der Feuerwehr vorbeiging. Somit wurde Karl-Heinz Hahn der erste Funker der Freiw. Feuerwehr Landkirchen. Und Helmut Schulz und Karl-Heinz Junge gingen zum nächsten Funklehrgang.
In der Löschwasserversorgung war auch eine Veränderung eingetreten. Fehmarn wurde zentral mit Trinkwasser versorgt und in diesem Zusammenhang hatte man auch Hydranten installiert.
In den letzten Jahren war es mit Einsätzen sehr ruhig gewesen. Am Tage des 50-jährigen Bestehens der Wehr Landkirchen bei der Dienstversammlung am 24. Mai 1974 vollzog sich ein Wechsel in der Führung der Wehr.
Nach fast 20 Jahren trat Karl Maaß vom Kommando der Landkirchener Wehr zurück. Sein langjähriger Stellvertreter Johannes Wohler wurde als sein Nachfolger gewählt.

Karl Maass

Am 24. Mai 1974 wurde
Johannes Wohler
Wehrführer

Karl Maaß hat in den Jahren seiner Wehrführung ganze Arbeit geleistet. Er trug einen natürlichen Charakter, jeglich Gekünsteltes lag ihm fern. Dabei fiel es ihm nicht schwer, der Kommandoführung den jeweils richtigen Ton zu geben. Andererseits lag es ihm gut, die Grenze zwischen Militarismus und Feuerwehr zu wahren. Er zeigte sich zu jeder Zeit als Kamerad. Organisatorisch war er sehr engagiert, um die erforderliche Ausrüstung von der Gemeinde zu bekommen. Er prägte und führte die Wehr zu einem hohen Ausbildungsstand und ein leistungsgerechtes Ansehen auf Fehmarn und über den Fehmarnsund hinweg.
Stellvertretender Wehrführer wurde Helmut Schulz. Gruppenführer wurde Willi Neitzel. Führer der neueingerichteten Reserve- und Ehrenabteilung wurde Walter Meß (somit auch Vorstandsmitglied).
Der scheidende Wehrführer Karl Maaß wurde zum Ehrenwehrführer ernannt.

Auch in der Gemeinde hatte ein Wechsel stattgefunden. Der langjährige Bürgermeister Helmut Schlüter wurde vom Schlachtermeister Otto Glatz abgelöst. Helmut Schlüter hat in seiner Amtszeit sehr viel Einsatz und die Geldmittel zur Finanzierung der Wehr geleistet. Er war stets bemüht, trotz Engpässe, die Wehr so gut wie möglich mit Ausrüstungsgegenstände zu versorgen. Ihm gilt Dank und Anerkennung. Als Gemeindewehrführer war J.E. Wilken aus Vadersdorf gewählt worden. Am 30. Juni 1974 wurde die Wehr nun wieder zu einem Großbrand der Fehmarn-Mühle Kölln nach Burgstaaken gerufen. Bei dem Großfeuer wurden sämtliche Mehl- und Getreidevorräte durch Feuer, Rauchentwicklung und Löschwasser vernichtet. Von der ersten Stunde an konzentrierte sich die Brandbekämpfung auf eine Beschränkung des Feuers und den Schutz der angrenzenden Gebäude. An den Löscharbeiten beteiligten sich beinahe alle Wehren der Insel Fehmarn.

Laut Protokollbericht hatte die Wehr 1975 vier Einsätze. Diese waren am 18. März der Brand eines Heizungsraumes bei Peter Hiss in Landkirchen, am 03. Juni in Altjellingsdorf die Suche einer vermißten Person, am 15. Juli ein Pkw-Brand, am 04. August ein Scheunenbrand in Lemkenhafen bei Jürgen Rahlf. Am 11. Februar 1976 erfolgte ein Einsatz in Strukkamp. Hier brannte die Scheune des Bauern Peter Witt vollständig nieder. Unsere Wehr konnte durch ihren Einsatz am 15. Mai 1976 bei der Beelitz-Werft Fehmarnsund größeren Schaden vermeiden.

Die Feuerwehr betätigte sich auch sportlich. Bei einer „Trimm-Aktion“ in Form eines Fußballturniers aller Amtswehren Fehmarns in der Großsporthalle in Burg ging unsere Wehr als Turniersieger hervor. Auf Amtsebene übergab Amtswehrführer Hans Treimer sein Amt an seinen Stellvertreter Hans Weiland aus Dänschendorf. Seit Bestehen der Wehr sind die Sommerfeste immer ein Bestandteil des jährlichen Dienstes gewesen. Nach Höhen und Tiefen war man jetzt soweit, daß man sagen konnte, die Arbeit hatte sich gelohnt. Neben Anschaffungen konnte die Wehr auch Ausflüge, die der kameradschaftlichen Zusammengehörigkeit dienen sollten, bezuschussen. Auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar 1978 gab der Wehrführer bekannt, daß die Wehr zur Zeit aus 29 aktiven, 4 Anwärtern und 6 Ehrenmitgliedern bestehe. Sowie 68 passive Mitglieder unterstützten die Wehr.

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