Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 5

Karl Maass

Ortswehrführer

Am 27. Januar 1948 wählte man die weitere Wehrführung. Jens Kruse wurde wie erwähnt zum Wehrführer, Max Schäfer aus Landkirchen zum stellvertretenden Wehrführer, Karl Maaß zum Steigerführer, Julius Scheel zum 1. Zugführer, Georg Speidel zum 2. Zugführer, Willi Kempe zum Kassierer und Friedrich Wilfang zum Schriftführer gewählt.

Auch auf Amtsebene fand eine Neugliederung statt. So wurde nach einer kurzen Zeit unser Wehrführer Jens Kruse zum Amtswehrführer gewählt. Karl Maaß war dadurch am 28. Juni 1951 neuer Ortswehrführer, Johannes Wohler aus Sartjendorf neuer Schriftführer.

Die alten Traditionen führte man wieder ein. So erfreuten zum Beispiel die Sommer- und Winterfeste der Wehr wieder alle.

Im Herbst 1952 war es endlich soweit. Die Wehr konnte das neue Feuerwehrgerätehaus beziehen. Die Wohnung im Dachgeschoß bezog der Gerätewart Heinrich Peters. Auf der Dienstversammlung am 03. Dezember 1952 wurde Harry Kadach zum neuen Kassenwart gewählt. Bei der vorherigen Kassenführung waren Unstimmigkeiten festgestellt worden. Im Jahre 1953 wurde die Wehr bei Brandeinsätzen stark gefordert. So mußten die Kameraden am 22. Mai zum Hühnerstallbrand von E. Lafrentz nach Bisdorf, am 26. Mai zum Scheunenbrand von Rüder nach Blieschendorf und am 20. September wiederum zum Scheunenbrand von Evers nach Neujellingsdorf ausrücken. Auf der Jahreshauptversammlung am 31. März 1954 wählte man Karl Maaß als Wehrführer wieder. Die Zugführer Scheel und Speidel baten um Niederlegung ihrer Ämter. Neuer Gruppenführer wurde der Uhrmacher Rudolf Kühn aus Landkirchen und am 24. August 1954 wurde Ewald Ruß Gruppenführer.

Im Laufe der Jahre hatte nun die Wehr doch Zuspruch gefunden und war an Stärke gewachsen. 28 aktive und 57 passive Mitglieder sowie 4 Ehrenmitglieder zählte die Wehr am 14. März 1958. Die Gemeindeverwaltung unter Leitung des Bürgermeisters Schlüter war redlich bemüht, die 4 Wehren in der Gemeinde so gut wie möglich auszurüsten. Im Jahre 1959 mußte die Wehr zum Scheunenbrand von Peter Lafrentz nach Altjellingsdorf ausrücken.

Auf der Dienstversammlung am 26. Januar 1960 wurde bekanntgegeben, daß Oberbrandmeister Jens Kruse als Amtswehrführer zurückgetreten sei. Unsere Wehr war einstimmig dafür, daß Georg Wiepert aus Bisdorf neuer Amtswehrführer wurde. Da Max Schäfer in die Ehrenabteilung überging, wurde am 28. Mai 1962 Johannes Wohler neuer stellvertretender Wehrführer und Karl-Heinz Hahn Gruppenführer.

Die Wehr rief man am 06. Januar 1963 zum Barackenbrand nach Strukkamp. Und am 21. Januar 1963 beim Scheunenbrand von Heinrich Resthöft in Hinrichsdorf unterstützte unsere Wehr die Bisdorf/Hinrichsdorfer Wehr. Bemerkenswert war, daß die Wehr nicht nur zu traurigen Anlässen gerufen wurde. So nahm sie am 30. April 1963 an einem Fackelzug in Burg anläßlich der Brückeneinweihung über den Fehmarnsund teil. Aber dann rief wieder die Pflicht. Ein Lagerbrand des Landhandels Hiss bei der Mühle in Landkirchen, erforderte einen harten Einsatz unserer Kameraden. Ein Übergreifen des Feuers auf die Mühle konnte verhindert werden. Dann am 10. Dezember 1963 mußte die Wehr zu einem Großfeuer der Scheune von Herb. Marquardt nach Avendorf ausrücken. Gleich danach am 20. Januar 1964 brannte die Scheune von G. Lafrentz in Burg.
Im Jahre 1964 errang die Wehr im Landeswettkampf die Bronzeplakette.

Die Scheunenbrände gingen weiter. So auch in Bisdorf bei Joachim Wiepert und in Sahrensdorf bei Ludolf Schröder. Bei der Jahreshauptversammlung am 27. Februar 1965 in Anwesenheit des Amtswehrführers Georg Wiepert und dem stellvertretenden
Kreisbrandwehrführers Hans Treimer überreichte Bürgermeister Helmut Schlüter dem Wehrführer Karl Maaß die Fahrzeugschlüssel und übergab das neue Fahrzeug LF8 mit Vorbaupumpe.

Brandmeister Karl Maaß dankte der Gemeindevertretung und dem Bürgermeister und versprach, das Fahrzeug zu pflegen und in Ehren zu halten, damit man zu jeder Zeit einsatzbereit war. Bei den Wahlen dieser Jahreshauptversammlung wurde Karl Maaß wiederum zum Ortswehrführer gewählt. Hans Hinz wählte man zum neuen Schriftführer, Harry Kadach durch Wiederwahl blieb Kassenwart. Helmut Schulz wurde neuer Gruppenführer.

Am 11. Februar 1967 wurde Heinz Severin zum Sicherheitsbeauftragten gewählt.

Im Jahre 1967 war wieder ein Jahr, in dem große Anforderungen an die Wehr gestellt wurden. So konnten die Prüfungen zur Erlangung der Silbernen Leistungsplakette mit Erfolg bestanden werden. Am 26. April mußten die Kameraden nach Gammendorf. Die Scheune von Jochen Rauert brannte in voller Ausdehnung. Die Einsatzleitung unter Führung von Amtswehrführer Georg Wiepert hatte volle Arbeit zu leisten. In der brennenden Scheune waren noch Kühe und Schweine untergebracht. Die Umsicht der Brandstellenleitung zahlte sich aus. Unter vorheriger Prüfung drangen mutige Feuerwehrleute in das Gebäude. Sie retteten einige Kühe und vier Zuchtsauen. Unser Kamerad Willi Neitzel und der Melker Willi Bohnsack aus Gammendorf befreiten sogar den schwarzbunten Zuchtbullen „Grüder“. Leider konnten nicht alle Tiere gerettet werden. So mußten einige durch Erschießen von ihren Qualen befreit werden.

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