Die Zeit nach der Gründung bis 1999 Seite 3

Da Paul Ehler auch Stellvertreter des Führers vom Löschzugverband war (von den 5 Wehren in der Gemeinde), wurde Hans Ehler aus Wulfen sein neuer Stellvertreter.

Sankt Florian

Paul Ehler

Amtsvorsteher Blöcker versprach, daß die neue Motorspritze demnächst übergeben werden könne. Der Kamerad Heinrich Meier, welcher vom Amtswehrführer nicht wieder zum Löschmeister bestellt worden war, fühlte sich dadurch zurückgesetzt. Er meldete sich ordnungsgemäß bei seinem Löschzugführer ab. Amtswehrführer Hinz wies auf den pünktlichen Dienst in den Wehren hin. Er wolle nicht hoffen, daß es notwendig werde, eine „Zwangswehr „ aufzustellen. Eine solche würde natürlich noch mehr Dienst von den Kameraden verlangen. Dieses vom heutigen Abend mußte von den Kameraden erst einmal verdaut werden.

Die letzte Eintragung im Protokollbuch erfolgte am 13. Mai 1939. Danach, in den Kriegsjahren wurden keine Eintragungen gemacht. Bekannt ist, daß die jüngeren Kameraden zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Viele ließen ihr Leben für Führer und Vaterland. So auch der Löschzugführer Hans Höpner. Ferdinand Schöning befehligte die Wehr während des Krieges und auch noch danach.

Im Herbst 1944 brannte die Pastoratsscheune ab ( Standort: jetziges Gerätehaus), dazu aus der Chronik der Ev. Kirchengemeinde Landkirchen:

„Nachdem Pastor Linau als Hauptmann zum Heeresdienst einberufen worden war, übernahm die Kriegsvertretung Pastor Bruno Hartwig aus Hamburg-Altona und zwar im Kirchspiel Petersdorf und Landkirchen mit dem Wohnsitz in Petersdorf. Nur wer selbst, wie der Schreiber dieser Zeilen, die ganze Kriegszeit über 2 große Gemeinden mit vielen Ortschaften und Außenfriedhöfen und Außenpredigtstellen betreut hat, kann ermessen, welche schwere Arbeit da in aller Stille geleistet worden ist.
Im Herbst 1944 brannte aus unbekannt gebliebener Ursache die Pastoratsscheune, in der auch die Löschgeräte der Feuerwehr untergebracht waren, völlig nieder. Die Gerätschaften wurden jedoch gerettet. Aber die noch brauchbaren Steine, aus denen bequem ein kleiner zweckentsprechender Stall für das Pastorat hätte errichtet werden können, wurden nicht sichergestellt. Nach dem Bericht des Kirchendieners F. Hahn sind sie von den verschiedenen Interessenten aus den Dörfern abgefahren worden, ohne daß die Kirchengemeinde dafür entschädigt worden ist. Die Feuerversicherung ging bei dem Währungsschnitt 1948 auch verloren. Geblieben ist die wüste Brandstelle und der Notstand, daß für das große Pastorat kein Stall für Holz, Kohlen und Kleintierhaltung vorhanden ist, obwohl z. Zt. 5 Parteien das Haus bewohnen.“
So schrecklich die ganzen Auswirkungen des Dritten Reiches für die Bevölkerung auch gewesen waren,brachte sie für die Feuerwehr auch manchen Vorteil.
Bedingt durch die Vorbereitungen für einen Krieg wurde das Alarmsystem verbessert. Eine Luftschutzsirene wurde 1940 bei der Landmaschinenschlosserei Brandt installiert. Ebenso bekam die Freiw. Feuerwehr Landkirchen 1942 ein Einsatzfahrzeug, an dem der Anhänger mit der TS gehängt werden konnte.

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